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Reisebericht Brasilien
Reisen in Zeiten von Corona
Cristina Schelbert

Cristina Schelbert

Product Managerin

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Reisen in Zeiten von Corona

Im Dezember 2020 verbrachte ich zwei Wochen im Nordosten von Brasilien, im wunderschönen Bundesstaat Bahia. Gerne möchte ich Ihnen mitteilen, wie sich dies für mich angefühlt hat.

Vorfreude

Die Vorfreude kommt bei dieser Reise etwas zu kurz. Erst Ende November entscheiden wir uns, die Reise nach Brasilien anzutreten. Knapp drei Wochen nur, um die Reise zu organisieren und uns vorzubereiten. Da wir schon einige Male in Bahia unterwegs waren, ist uns die Gegend vertraut und wir wissen, was uns erwartet… resp. was uns normalerweise erwarten würde. Wie sich unsere Feriendestination in Corona-Zeiten präsentiert, können wir nicht richtig abschätzen. Unsere Kontaktperson vor Ort bestätigt uns aber, dass ausländische Touristen wie immer willkommen seien. Wir buchen!

Nun beginnt die Zeit des Abwartens und der Isolation. Ganz einschliessen tun wir uns nicht, aber wir reduzieren unsere Kontakte stark. Meine Treffen verlege ich nach draussen. Stundenlang spaziere ich mit Freundinnen durch Schneegestöber, um Innenräume zu vermeiden. Die Thermosflasche mit wärmendem Tee ist häufig im Gebrauch. Trotz aller Vorsichtsmassnahmen lässt sich eine gewisse Nervosität nicht leugnen.

Umso glücklicher sind wir dann, als wir endlich unterwegs sind.

Unterwegs

Im Flugzeug herrscht Maskenpflicht. Alle Reisenden, fast ausschliesslich Brasilianer, halten sich an diese Vorschrift. Es gibt keinerlei Diskussionen und die Masken sitzen bei allen. Auch die Nasen halten sich bedeckt. Die Crew verteilt Desinfektionstücher und so lasse ich mein Corona-Kit, bestehend aus Extra-Masken, Desinfektionsmittel und Gummi-Handschuhe, in der Tasche. Natürlich begleiten mich die Aussagen etlicher Bekannten, welche auf die Gefahr im Flugzeug hingewiesen haben. Wir haben uns aber für diese Reise entschieden und somit auch beschlossen, uns unterwegs nicht allzu viele Sorgen zu machen. Wir desinfizieren wo immer möglich – machen uns aber nicht verrückt.

Unsere Reise führt uns in den Bundesstaat Bahia, nach Salvador da Bahia, nach Boibepa, Morro de São Paulo und nach Praia do Forte. Wie von unserer Agentur angekündigt, sind wir fast überall die einzigen ausländischen Touristen. Aber nicht die einzigen Touristen. Die beliebten Badeferienorte werden dieses Jahr stark von Brasilianern frequentiert, welche sich aufmachen, ihr Land zu entdecken. Dies konnten wir ja diesen Sommer auch in der Schweiz beobachten. Je nach Destination sind mehr oder weniger Personen unterwegs, aber überall halten sich die Brasilianer an die Maskenvorschrift. Nicht immer im gleichen Ausmass. In Boipeba bspw. sind stundenlange, einsame Strandspaziergänge möglich, da kann auf die Maske verzichtet werden. In Morro de São Paulo aber, in den engen Gassen des Zentrums, ist Abstand halten schwierig und so sind die allermeisten Leute mit Masken unterwegs. In allen Hotels, in allen Geschäften, in allen Restaurants – überall steht Desinfektionsmittel bereit und es ist ganz normal, dass man dieses auch benutzt.

Das Beste aber ist, dass sich in Bahia das Leben draussen abspielt. Abgesehen von der Zeit in den Hotelzimmern sind wir während zwei Wochen an der frischen Luft: im Meer, auf Strandspaziergängen, am Pool, in der Hängematte, in Open-Air-Restaurants oder auf Bootsfahrten. Wir geniessen die vielen kulinarischen Köstlichkeiten und die Gastfreundschaft der Brasilianer.

Nach zwei Wochen heisst es, sich vom Sommer zu verabschieden.

Zurück

Es war eine aussergewöhnliche Reise unter speziellen Bedingungen. Auch wenn wir unterwegs versucht haben, eine Auszeit von Corona zu nehmen, begleiteten uns die Gedanken an die Pandemie natürlich auch während unserer Reise. Die Freude überwiegte aber, unterwegs sein zu dürfen.

Wieder zuhause sind wir unendlich dankbar, dass wir unsere Reise nach Brasilien realisieren konnten.