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Reisebericht Argentinien
Puna - da will ich hin!
Cristina Schelbert

Cristina Schelbert

Product Managerin

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Argentinien: Puna - da will ich hin!

Und da wäre ich auch hin… im Mai 2020 nämlich. Nun, das Reisejahr 2020 kam anders als geplant. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, wie es ja so schön heisst. Ich werde ganz bestimmt bald wieder in die Puna reisen und bis dann schwelge ich weiter in den Erinnerungen an diese unglaubliche Gegend, welche ich vor einigen Jahren schon mal bereisen durfte.

Die Puna. Was bedeutet dieses Wort eigentlich? Bei der Puna handelt es sich um ein steppenartiges Hochland zwischen 3‘000 und 4‘500 Metern in den Anden Argentiniens, Nordchiles, Boliviens und Perus. Die Vegetation ist karg in diesen Höhen; Gräser, Zwergsträucher und Polsterpflanzen trotzen den karstigen Bedingungen. Die Region der Puna ist sehr dünn besiedelt, daher kommt auch der Name. Die ursprünglichen Bewohner dieser Gegend nannten ihre Heimat nämlich „púna“. Die Übersetzung dieses aus der Quetschua-Sprache kommenden Wortes heisst „unbewohnt".

Ausgangsort einer Reise in die Puna ist die nordargentinische Stadt Salta, welche auf 1‘200 Meter gelegen ist. Diese Gegend, NOA genannt, ist eigentlich ideal für eine Mietwagen-Rundreise. Die Reise in die Puna jedoch ist nur noch in geführter Form, mit einem Reiseleiter, möglich. Mit im Gepäck sind Sauerstoff und ein Satelliten-Telefon; beides kommt nur im Notfall zum Einsatz, aber gibt einem ein Gefühl der Sicherheit.

Eine Reise in die Puna ist nämlich eine Reise, welche wirklich abseits der Zivilisation führt. Die Fahrt über den 4‘500 Meter hohen Abro del Gallo-Pass, sozusagen die Eingangspforte in die unberührte Gegend der Puna, lässt uns eintauchen in eine ganz spezielle Welt. Natur pur. Kaum Leute, kaum Verkehr, keine Hektik. Nur Ruhe. Menschenleere, traumhafte, fast unwirklich erscheinende Landschaften. Wüsten und riesige Salzseen, mächtige Berge, unzählige Vulkane, Sanddünen und holprige, staubige Strassen, welche ins Nichts zu führen scheinen. Die Wüste scheint endlos zu sein und doch gibt es auch Leben in der Puna. Es gibt einige wenige kleine Dörfer wie bspw. die Oasa Antofalla, welche von grüner Weidelandschaft, Vegas genannt, umgeben ist. Hier leben ca. 50 Menschen, die alle von der Schaf- und Lamazucht leben. Die Einheimischen sind etwas scheu und zurückhaltend, aber oft auch neugierig und erfreut über den seltenen Besuch.

Neben den Lamas, welche als Haus- und Nutztiere gehalten werden, sind in der Puna auch die „wilden“ Brüder der Lamas zu sehen, die Vicuñas und die Guanacos. Meist in Herden unterwegs, sind sie wunderschöne Fotomotive. Auch Kondore gibt es zu sehen, Vizcachas, Füchse, Esel und unzählige Flamingos. Sehenswürdigkeiten gibt es viele, hat diese bizarre Wüstenlandschaft  doch so unendlich viele Gesichter. Unvergessen bleibt für mich der Cono de Arita, ein symmetrischer 122 Meter hoher Kegel, welcher sich aus dem Salzsee Arizaro erhebt. Ein Kunstwerk der Natur.

Für mich gehört die Reise in die Puna zu den Höhepunkten Südamerikas. Und ich kann den Tag nicht erwarten, bis ich endlich wieder die Höhenluft der Puna schnuppern kann.

Träumen auch Sie von einer Reise in die Puna? Dann melden Sie sich bei mir! Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme an cristina.schelbert@dorado-latintours.ch.