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Reisebericht: Trekking in Chile

Ein Traum wird wahr!

Endlich wieder hier, an einem meiner Lieblingsorte. Bei der «Base de las Torres» mit Sicht auf die Lagune sowie auf die Torres – was für ein Anblick. Schon vor einigen Jahren habe ich mich auf einer Tageswanderung in diesen Ort verliebt, nun bin ich im Rahmen des W-Treks wieder hier und bin noch immer fasziniert von dem Blau der Lagune, der majestätischen Torres und den Kondoren, die über uns fliegen. Aber von Anfang an..

Der Torres del Paine-Nationalpark in Chile ist einer meiner absoluten Lieblingsorte. Schon das dritte Mal darf ich diesen Teil von Patagonien bereisen. Das erste Mal war vor über zehn Jahren im patagonischen Winter. Die Landschaft war schneebedeckt, wir sahen vereinzelt Spuren von Pumas und für einige Minuten hatten wir auch mal Glück und konnten die Torres kurz sehen. Ich nahm mir vor, zurück zu kehren, im Sommer mit besserer Sicht und der Möglichkeit diese Gegend zu Fuss zu erkunden. Vier Jahr später war es soweit. Im wunderschönen Hotel Tierra Patagonia am Lago Sarmiento verbrachte ich einige Tage und konnte die Gegend zu Fuss, auf dem Pferderücken und per Auto erkunden. Unter anderem unternahm ich auch eine Tageswanderung zur Base de las Torres und war ab der ersten Sekunde fasziniert. Was für ein traumhafter Ort!

Doch es sollte nicht das letzte Mal sein das ich hier bin. Ich wusste schon bei meiner Abreise, dass ich zurückkommen werde, denn noch etwas stand auf meiner Liste – der W-Trek! Diese 4-tägige Wanderung führt in Form eines W’s durch den Torres del Paine-Nationalpark, immer entlang des Torres-Massivs. Sechs Jahre sollte es dauern, diesen Wunsch zu erfüllen, nun war es aber soweit.

Über Buenos Aires und El Calafate führte mich meine Reise über die Grenze nach Chile nach Puerto Natales zusammen mit meiner Arbeitskollegin Isabelle Stierli. Nach zwei Nächten im traumhaften Hotel The Singular  ging unser Abenteuer also los. Grundsätzlich kann man diesen Trek auch selbstständig machen, wir entschieden aber uns einer Gruppe anzuschliessen, was im Nachhinein eine super Idee war. Nicht nur hatten wir einen tollen chilenischen Guide, der uns immer wieder viel Wissenswertes über die Flora und Fauna erzählte, auch die ganze Gruppe war fantastisch und bunt gemischt.

Mit dem Bus ging es zuerst zum Ausgangspunkt beim Refugio Central wo man entweder im Massenschlag oder im Zelt übernachten konnte. Wir entschieden uns für den Massenschlag, da es in dieser Gegend vor allem nachts empfindlich kalt werden kann und der Wind oft eine rechte Herausforderung darstellt. Am nächsten Tag ging es früh los Richtung Base de las Torres. Einer der strengsten Tage gleich zu Beginn, aber so sind die Beine schon gut aufgewärmt. Diesen Weg kannte ich ja bereits von meinem letzten Aufenthalt, er war aber wieder genauso schön und faszinierend wie das letzte Mal. Vor allem auch, da wir dieses Jahr noch mit Schnee und Eis zu kämpfen hatten. Die Sicht ganz oben auf die Torres und die Lagune machte mich auch dieses Mal wieder sprachlos.

Die nächsten Tage wanderten wir dem Nordenskjöld-See entlang zum «Sector Frances» und genossen den Blick auf die Cuernos. Die Strecke war heute etwas einfacher, da wir nicht grosse Anstiege zu bewältigen hatten, dafür regnete es aber immer wieder und wir waren froh als wir am späteren Nachtmittag völlig durchnässt unsere nächste Unterkunft erreichten.

Tag drei führte uns dann ins Valle Frances und war einer der härtesten Tage. Dies lag einerseits daran, dass unsere Beine schon etwas müde waren und wir alle nicht allzu gut geschlafen hatten, andererseits war heute auch eine der längsten Strecken zu bewältigen. Unser Ziel war der Aussichtspunkt Mirador Frances und es lohnte sich wirklich jeder Tropfen Schweiss um hier her zu kommen – ein unbezahlbares Panorama erwartete uns hier. Auf den Gletscher, das Tal und die Berge, einfach atemberaubend.

Der letzte Tag war dann eher gemütlich, wir liefen nur ca. zwei Stunden zum Lago Grey und dann wieder zurück zum tiefblauen Lago Pehoe. Der Lago Grey hat uns auch wahnsinnig gut gefallen mit der Sicht auf den Grey-Gletscher und den vielen Eisstücken, welche im Wasser trieben.

Ab dem Lago Pehoe ging es dann mit dem Boot auf die andere Seite des Sees, wo auch schon einge Busse darauf wartetet, um uns zurück nach Puerto Natales zu bringen.

Der W-Trek war mehr als ich erwarten konnte. Wir liefen zum Teil auf Eis und Schnee, es regnete immer wieder und es erwarteten uns zum Teil Winde bis zu 80km/h. Nicht die idealsten Bedingungen für eine Wanderung könnte man meinen, aber mehr Patagonien geht ja fast nicht. Das ständig wechselnde Wetter gehört einfach dazu. Obwohl der W-Trek sehr bekannt ist und es doch schon einige Leute auf der Strecke hat, waren wir doch oft ganz alleine und konnten fantastische Landschaften geniessen. Das lange Warten hat sich definitiv gelohnt!

Möchten Sie mehr erfahren über den W-Trek? Rufen Sie mich an oder kontaktieren Sie mich per E-Mail (marina.frischknecht@dorado-latintours.ch). Gerne verrate ich Ihnen weitere Geheimtipps.

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