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Reisebericht: Gross, grösser – Mexico City

Über 20 Millionen Einwohner, in die Jahre gekommene Hochhäuser, viel Verkehr – Mexico City verspricht keine erholsame Städtereise. Dementsprechend freute ich mich auch nicht besonders die auf über 2‘000m gelegene Stadt zu besuchen. Auf meiner mehrmonatigen Mexikoreise musste ich hier aber wohl oder übel einen Stopp machen, es ist ja immerhin die Hauptstadt. Eigentlich hatte ich vor, nur ein paar Tage zu bleiben und dann weiter Richtung Süden zu reisen. Schlussendlich blieb ich jedoch fast zwei Wochen, denn ich wurde eines Besseren belehrt.

Bei meiner Ankunft regnete es in Strömen und es war recht kühl, nicht die besten Voraussetzungen um eine Stadt kennen zu lernen. Also fing ich bei einigen der vielen Museen an. Vor allem das Anthropologische Museum hat es mir angetan. Jede Epoche der mexikanischen Geschichte wird hier sehr anschaulich erklärt – hier könnte man Tage verbringen. Doch – Achtung Geheimtipp – auch das Soumaya-Museum ist einen Besuch wert. Einer der reichsten Mexikaner, Señor Slim, präsentiert in diesem Museum seine persönliche, nicht sehr bescheidene Kunstausstellung.

Tags darauf war das Wetter etwas besser und es zog mich nach Coyoacán, einem der bekanntesten Stadtviertel. Es ist bekannt für seine Kunst, den gemütlichen, von Bäumen umsäumten Hauptplatz und natürlich die Casa Azul. Das «blaue Haus» ist das ehemalige Wohnhaus des wohl bekanntesten Künstlerehepaares Mexikos – Frida Kahlo und Diego Rivera. Heute ist es eine Mischung aus Museum und Galerie, viele der Kunstwerke der Beiden können hier bestaunt werden und man bekommt ein Gefühl, wie sie zu dieser Zeit gelebt haben.

Auch der Besuch des Zócalos durfte natürlich nicht fehlen. Der Hauptplatz der Stadt und einer der grössten Plätze weltweit, ist er doch knapp acht Fussballfelder gross. Hier treffen sich die Chilangos (Einwohner der Hauptstadt), wenn es etwas zu feiern oder zu demonstrieren gibt. Ansonsten ist der Platz leer, ist aber umgeben von imposanten Gebäuden. Man findet hier die eindrückliche Kathedrale, den Präsidentenpalast «Palacio Nacional» mit den faszinierenden Wandgemälden von Diego Rivera sowie die Regierungsbüros.

Mexico City ist ebenfalls ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in der Umgebung. Sehenswert sind zum Beispiel die Kanäle von Xochimilco oder die Pyramidenanlage von Teotihuacán an. Ersteres ist eine künstliche Kanalanlage im gleichnamigen Vorort und kann im Rahmen eines Bootsausfluges besucht werden. Eine touristische Angelegenheit, aber doch sehr erholsam (ausser man ist am Wochenende hier, dann verwandeln sich die kleinen Ausflugsboote in regelrechte Partyboote). In Teotihuacán findet man dann die grösste Pyramidenanlage Mexikos. Vor allem die Sonnenpyramide mit einer Höhe von ca. 65 Metern ist wahnsinnig eindrücklich und die Sicht nachdem man die Pyramide hoch gestiegen ist, lässt einen doch etwas demütig zurück.

Natürlich hat auch das Nachtleben einiges zu bieten. Unzählige Restaurants und Bars möchten besucht werden. Ausserdem besuchte ich die berühmte Plaza Garibaldi mit seinen vielen Mariachis und konnte mir auch einen typischen «Lucha Libre»-Kampf nicht entgehen lassen, aber Achtung, nichts für schwache Nerven. Auch das kulinarische Erlebnis darf nicht vergessen werden. Im Jahr 2010 wurde die mexikanische Küche und Kochkunst von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet und dies nicht ohne Grund. Regelrecht verliebt habe ich mich in die mexikanische Küche.

Die zwei Wochen gingen wahnsinnig schnell vorbei und ich komme bestimmt zurück, denn einige Dinge möchte ich unbedingt mal noch machen, so zum Beispiel einen Heissluftballonflug über die Pyramidenanlage von Teotihuacán oder den Besuch einer Vorstellung des «Ballet Folclórico» im wunderschönen Palacio de Bellas Artes. Mexico City – ich komme wieder!

Möchten Sie mehr erfahren über Mexico City? Rufen Sie mich an oder kontaktieren Sie mich per E-Mail (marina.frischknecht@dorado-latintours.ch). Gerne verrate ich Ihnen weitere Geheimtipps.

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