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Reisebericht: La Paz, Sonneninsel und Condoriri

Schätze des Hochlands von Bolivien

Wir landen in La Paz, in der auf 4’000 Meter gelegenen Hauptstadt von Bolivien. Die faszinierende und lebendige Stadt ist in einem Kessel gebaut und bietet eine unvergessliche Aussicht auf den 6’400 Meter hohen Illimani-Berg. Der Flughafen von La Paz befindet sich eigentlich in El Alto, einer Stadt, die an La Paz grenzt. In El Alto wohnt die ärmere Bevölkerung und ganz unten in der «Zona Sur», auf ca. 3’600 Metern,  wohnen die reichen Paçeños. Seit ein paar Jahren verbinden mehrere Luftseilbahnlinien (teleféricos) die verschiedenen Stadtteile und so vermeidet man den chaotischen Verkehr. Unser Hotel befindet sich im Zentrum, in unmittelbarer Nähe der Kirche San Francisco und der berühmten «Calle Sagarnaga» mit ihren unzähligen Kunsthandwerk-Läden.

Wir bleiben ein paar Tage in La Paz, um uns an die Höhe zu akklimatisieren. Wir besichtigen die Altstadt, schlendern durch die engen Gassen und die bunten Markständen und probieren lokale Gerichte wie zum Beispiel die «Sajta de Pollo», ein köstlicher Eintopf aus Gemüsen, Poulet und «chuño negro» (getrocknete Kartoffeln) an einer scharfen Sauce mit «aji amarillo». Wir degustieren auch einen frisch zubereiteten Fruchtsaft auf dem Mercado Lanza.

Unsere Reise führt uns auf dem Altiplano entlang des Titicaca-See nach Copabacana. Die kleine Stadt am Ufer des Sees ist für ihre Wallfahrtskirche und die «dunkle Madonna» bekannt. Wir besteigen ein Boot und fahren bis zur Sonneninsel, unser Ziel für die nächsten drei Tage. Die Sonneninsel ist ein mystischer Ort und man sagt, sie sei der Geburtsort vom ersten Inka Manco Capac. Wir legen in Pilcocaina an, wo wir die Ruinen besichtigen. Danach wandern wir ca. eine Stunde zum Dorf Yumani. Die Aussicht ist atemberaubend: der tiefblaue See, die Königskordillere mit ihren schneebedeckten Gipfeln im Hintergrund und die grünen Felder, auf denen die Einheimischen nach traditioneller Art arbeiten. Das Dorf Yumani ist der Hauptort im Süden der Insel. Auf der ganzen Insel gibt es keine Autos, alles wird mit Eseln oder Lamas transportiert. Unsere Unterkunft, die Ecolodge La Estancia, von Einheimischen mit Liebe und nachhaltig geführt, bietet eine wunderschöne Panoramasicht auf den See und die Berge. Am nächsten Tag entdecken wir die Umgebung und geniessen am Abend den Sonnenuntergang.

Bereits müssen wir die Sonneninsel wieder verlassen. Wir laufen runter zur Yumani-Bucht und fahren mit dem Boot zurück nach Copacabana, wo ein Fahrzeug auf uns wartet und uns in die Berge bringt. Hier starten wir das dreitägige Trekking. Unser Gepäck, das Essen und die Zelte werden auf Eseln und Lamas beladen. Nach einer ca. einstündigen, noch leichten Wanderung erreichen wir unser erstes Etappenziel, die Laguna Condoriri, am Fusse des Condoriri-Bergs gelegen. Dort angekommen sind die Zelte schon aufgebaut und unsere Köchin Lucretia wartet schon auf uns mit einer warmen Gemüsesuppe. Wir übernachten auf 4’650 Metern. Es wird sehr kalt in der Nacht und ich kann kaum schlafen, sehr wahrscheinlich wegen der Höhe. Zum Glück haben wir gute Schlafsäcke. Am nächsten Morgen, nach einem leckeren Frühstück (fast wie im Hotel), werden die Lamas und Esel wieder beladen und wir machen uns auf dem Weg zur nächsten Etappe. Wir wandern nach Ancoma, übersteigen zwei über 5’000 Meter hohe Pässe, vorbei an Lama-Herden, und blauen Lagunen. Wir geniessen die Aussicht auf dem mächtigen Huayna Potosi-Berg. Am Mittag erwartet uns die Köchin mit einem feinen Picknick, danach beginnt der lange Abstieg ins Tal. Nach der ca. 5-stündigen Wanderung erreichen wir das Camp auf 3’800 Metern. Wir sind müde aber glücklich. Diese Nacht schlafen wir besser, da wir nicht mehr so hoch sind. Am letzten Tag erwartet uns eine kurze Wanderung bis zum Dorf Chacapampa. Hier verabschieden wir uns vom Team und fahren zurück nach La Paz.

Diese Reise bleibt ein unvergessliches Erlebnis für mich: die quirlige Hauptstadt von La Paz, die grandiose Natur, das Treffen mit Einheimischen sowie die menschenleere Gegend vom Condoriri.

Möchten Sie mehr erfahren über diese Reise erfahren? Rufen Sie mich an oder kontaktieren Sie mich per E-Mail (virginie.pacassi@dorado-latintours.ch). Gerne verrate ich Ihnen weitere Geheimtipps.

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