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Reisebericht: Uyuni – der grösste Salzsee der Welt

Der Wind peitscht einem um die Ohren, die Kälte sitzt einem in den Knochen und Höhen von über 4’000m werden überquert. Doch die bezaubernden, rauen Landschaften machen diese Strapazen allesamt wett. Reisen Sie an einen der abgelegensten und faszinierendsten Orte der Welt.

Von Lagune zu Lagune. Noch vor Tagesanbruch startet die dreitägige Tour zum grössten Salzsee der Welt – Uyuni. In einem Kleinbus geht es zusammen mit fünf anderen Reisenden zum Grenzübergang von Hito Cajon. Dort wechseln wir das Fahrzeug und tauschen es gegen einen abenteuerlichen 4×4-Jeep. Unser Reisegepäck wird aufs Dach geschnallt, wie auch Benzinkanister und Verpflegung. Denn Tankstellen und asphaltierte Strassen sucht man in der Wüste vergebens. Die erste Lagune ist die Laguna Blanca. Gleich nebenan liegt die Laguna Verde, von der aus ich nochmals einen Blick auf den majestätischen Vulkan Lincancabur erhaschen kann. Die Temperaturen sind eiskalt am frühen Morgen, da kommt mir ein Bad in den heissen Thermalquellen bei der Lagune Chalviri gut gelegen. Danach geht die Fahrt weiter zu den blubbernden Schlammlöchern der Sol de Mañana-Geysire.

Höhepunkt der vielen Höhepunkte am heutigen Tag ist der Besuch der Laguna Colorada. Am späteren Nachmittag ist das Farbspektakel besonders schön. In der blau-rötlich gemischten Lagune tummeln sich hunderte von Flamingos. Danach geht die Fahrt in der Dunkelheit weiter zu unserer Unterkunft. Unglaublich, wie sich unser Guide ohne GPS, befestigte Strassen und Schilder orientieren kann. Endlich kommen wir nach einem erlebnisreichen Tag in unserer Unterkunft an. Nach dem Abendessen heisst es nur noch ausruhen und schlafen.

Von Steinen und Alpacas. Ausgeruht und gestärkt nach dem Frühstück geht die heutige Fahrt weiter durch das Valle de Rocas. Das Klima ist heute angenehm mild. Im Gegensatz zu gestern, wo wir beinahe weggeblasen wurden, wenn wir nur schon die Türe des Jeeps geöffnet haben, ideales Reisewetter. Während des Vormittags besuchen wir verschiedenste Steinformationen und geniessen die Aussicht auf die unendliche Weite. Um die Mittagszeit steht eine kleine Wanderung zur Laguna Negra an, welche schön eingebettet zwischen Felswänden liegt. Wir laufen vorbei an friedlich grasenden Lamas und Alpacas und geniessen die Ruhe dieses magischen Ortes. Danach geht die Fahrt weiter durch die idyllische Weite. Immer wieder kreuzen Lama und Alpaca Herden unsere Spur. Doch plötzlich hält unser Guide abrupt an. Wir fragen ihn, was passiert ist. Ein Reifen sei geplatzt, wir müssen alle aussteigen. Ja und dann stehen wir da, mitten im Nirgendwo mit einer Panne, weit und breit keine Menschenseele. Es vergehen einige Minuten, bis ein Jeep am Horizont auftaucht und anhält. Der Ersatzreifen wird montiert und die Fahrt kann weitergehen. Pünktlich zum Sonnenuntergang treffen wir bei unserem Salzhotel am Ufer des Salzsees ein. Tische, Stühle, Wände ja sogar der Boden sind aus Salz! Diese Unterkunft stimmt uns auf den morgigen Tag ein.

Sonnenaufgang auf dem weissen Meer der Anden. Während dieser Reise bin ich zu einem richtigen Frühaufsteher geworden. Die schönsten Farbenspiele sieht man einfach am besten frühmorgens bei Sonnenaufgang. In der Dunkelheit und noch etwas verschlafen packen wir unsere Sachen zusammen und fahren mit dem Jeep auf den Salzsee. Es beginnt zu dämmern, um uns herum nichts als ein weisses Meer aus Salz. Und dann beginnt das einmalige Schauspiel. Der Himmel taucht in ein leichtes Rosa, verfärbt sich dann zu einem Orange und schliesslich taucht die Sonne am Horizont auf. Ein ergreifender Moment. Danach fahren wir weiter zur Insel Incahuasi, wo wir das Frühstück mit Blick auf den Salzsee geniessen können. Wie könnte es auch anders sein, natürlich auf einem Tisch aus Salz. Diese Insel, mit ihren zum Teil sechs Metern hohen Kakteen, bietet einen wunderbaren Kontrast zur Weite des weissen Salzes. In der Regenzeit von Januar bis März sammelt sich das Wasser auf dem Salzsee und lässt den Himmel darin spiegeln. Eine besonders beliebte Reisezeit für Fotografen.

Lithium der Rohstoff der Zukunft. Der Salar de Uyuni beherbergt eines der grössten Lithiumvorkommen der Welt. Lithium wird auch als Rohstoff der Zukunft bezeichnet, denn es wird für die Akkus der Elektroautos verwendet. Auch für die Speicherung von erneuerbaren Energien werden Batterien aus Lithium benötigt, um die Wind- und Solarenergie einzufangen. Die Regierung Boliviens hat den Abbau des gewinneintreibenden Lithiums genehmigt. Es bleibt zu hoffen, dass der Salzsee vor der Ausbeutung zum Schutzgebiet erklärt wird, damit noch viele weitere Personen das Glück haben diesen eindrücklichen Salzsee zu bewundern.

Um die Mittagszeit treffen wir in der Stadt Uyuni ein, unglaublich was man alles in einem Vormittag sehen und erleben kann, dem Frühaufstehen sei gedankt. Uyuni ist Endpunkt unserer dreitägigen Overland-Reise durch die raue Schönheit der Wüste. Jedoch erst der Anfang meiner Bolivienreise. Ein Land, welches mich besonders berührt und fasziniert hat. Mit seiner Ursprünglichkeit, seinen Traditionen und Mythen und seinem indigenen Erbe.

Wer Lust auf Abenteuer erhalten hat, für den haben wir das passende Angebot. Unser Partner Explora bietet ab April 2021 diese Travesia von Atacama nach Uyuni als exklusive Privattour an. Übernachten Sie zu Beginn im Explora Atacama Hotel und reisen Sie in komfortablen Unterkünften mitten in der Wüste bis nach Uyuni. Oder verlängern Sie Ihren Aufenthalt in Uyuni und übernachten Sie mitten auf dem Salzsee in einer komfortablen Jurte, in der aussergewöhnlichen Kachi Lodge.

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