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Reisebericht: Belize – die schöne Unbekannte

Wo willst du hin? Wo liegt denn Belize? Diese Fragen habe ich einige Male gehört vor meiner Reise ins mittelamerikanische Land an der Karibikküste. Belize ist in der Reisewelt noch nicht ganz so bekannt wie seine Nachbarsländer Mexiko und Guatemala, ist aber definitiv eine Reise wert. Vor allem Dschungel- und Strandliebhaber kommen hier sicherlich auf ihre Kosten. Das Landesinnere ist mehrheitlich mit dichtem Regenwald bedeckt, die Strände und Inseln sind ein Paradies für Taucher und Schnorchler, sowie Sonnenanbeter.

Zwei Wochen habe ich Zeit, dieses kleine Land zusammen mit zwei Freundinnen zu entdecken. Die Anreise ist nicht ganz so einfach, da es wenige internationale Flugverbindungen gibt. Zu zweit kommen wir über den Landweg von Mexiko nach Belize City, das dritte ‚Reisegspändli‘ fliegt via die USA zu uns. Mit seinen knapp 60‘000 Einwohnern ist Belize City zwar die grösste Stadt des Landes, nicht aber die Hauptstadt. Diese Ehre gebührt Belmopan, etwa in der Mitte des Landes gelegen.

Nun sind wir also hier und fühlen uns ganz und gar nicht wie in Lateinamerika. Amtssprache ist Englisch und nicht Spanisch wie in den umliegenden Ländern, die alten, etwas herunter gekommenen Holzhäuser in der Stadt erinnern eher an eine karibische Insel als an eine Kolonialstadt, anstatt Salsa, Bachata und Cumbia hören wir hier viel Reggae, Hiphop und Soulmusik. Sehr schnell gewöhnen wir uns aber an der hiesigen Rythmus.

Belize City verlassen wir relativ schnell, denn es zieht uns auf die Insel. Genauer nach San Pedro auf Ambergis Caye. Hier findet alljährlich im Juni das Lobster-Festival statt, was wir uns natürlich nicht entgehen lassen können. So verbringen wir die Tage mit Hummer essen, Sonne geniessen, mit einem Golfwägeli um die Insel fahren und Schnorcheln. Auf einem Bootsauflug haben wir auch die Möglichkeit mit Meeresschildkröten und Ammenhaien zu Schnorcheln – was für ein tolles Erlebnis!

Nach ein paar Tagen ging es dann zurück auf’s Festland, genauer nach Orange Walk. Ein verschlafener Ort, von wo aus wir aber die Maya-Ruinen von Lamanai besuchen können. Mitten im Dschungel gelegen, treffen wir hier auf sehr eindrückliche Überbleibsel der Maya-Kultur.  Auf dem Weg in den Süden machen wir auch noch einen Stopp bei den Ruinen von Altun Ha, und geniessen die tolle Aussicht. Mit dem öffentlichen Bus geht es nun nach Placencia, was sich als nicht allzu gute Idee herausgestellt hatte. Die Busse sind alt und immer brechend voll und so relaxt die Einwohner von Belize sonst sind, bei den Bussen wird hart gekämpft um die wenigen Sitzplätze. Ich mit meinem momentan gebrochenen Arm hatte hier beim Drängeln nicht allzu gute Karten. Irgendwie hat es dann aber doch geklappt mit einem Sitzplatz und es ging los nach Placencia. Auch hier erwartete uns eine Karibikidylle, lange Sandstrände und gutes kreolisches Essen.

Der letzte Stopp führte uns nach Dangriga, bekannt für seine starke Garifuna-Kultur, über welche wir im lokalen Museum mehr erfahren konnten. Ausserdem unternahmen wir einen tollen Ausflug auf die winzige Insel Tobacco Caye. Die Anfahrt mit dem kleinen Boot ist jedoch nichts für schwache Nerven, sind die Wellen doch eher hoch und wir komplett durchnässt als wir ankamen. Sobald wir aber aus dem Boot gestiegen sind, waren sofort alle Strapazen vergessen. So sieht wohl das Paradies aus! Heller Sandstrand, türkisfarbenes Wasser, gutes lokales Essen und eine traumhafte Ruhe. Die Insel ist in zehn Minuten zu Fuss umrundet und vom Bootssteg aus kann man die Fische und Rochen im glasklaren Wasser beobachten. Das absolute Highlight der Reise kam jedoch noch. Wir entschlossen uns, zusammen mit unserem Guide rund um die kleine Insel zu Schnorcheln und konnten unser Glück kaum fassen. Drei Seekühe (Manatees) schwammen uns entgegen. Unglaublich wie elegant die doch sehr kräftigen Tiere im Wasser wirken. Die sanften Giganten gelten heute leider als gefährdet und hauchen den Mythen und Legenden rund um die Meerjungfrauen auch immer wieder Leben ein.

Nach diesem tollen Erlebnis heisst es dann leider aber auch schon Abschied nehmen. Belize bleibt mir jedoch sicherlich noch lange in guter Erinnerung.

Möchten Sie mehr erfahren über Belize? Rufen Sie mich an oder kontaktieren Sie mich per E-Mail (marina.frischknecht@dorado-latintours.ch). Gerne verrate ich Ihnen weitere Geheimtipps.

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