skip to Main Content

Reisebericht: Panama – von tropischen Stränden und nebligen Wäldern

Panama – von tropischen Stränden und nebligen Wäldern

Bei Panama denken die Meisten in erster Linie an riesige, schwer beladene Containerschiffe und den weltbekannten Kanal. Das kleine, mittelamerikanische Land zwischen dem atlantischen und pazifischen Ozean hat allerdings noch viel mehr zu bieten. Reisende, welche die Wolkenkratzer der Hauptstadt hinter sich lassen, dürfen sich auf eine grossartige Natur, majestätische Vulkane, wunderschöne Strände und karibische Inseln freuen. Ab Panama City mieten wir also ein Auto und machen uns auf den Weg, die Geheimnisse des Landes jenseits des grossen Kanals kennenzulernen. Es ist gar nicht so leicht, im Gewirr der Strassen und Brücken der Hauptstadt die Übersicht zu behalten und die richtige Ausfahrt aus der Stadt zu wählen. Aber schliesslich gelingt es uns doch und wir verlassen Panama City über die riesige «Puente de las Americas». Von hier aus geht die Fahrt ganz in den Süden an den Pazifik auf die Halbinsel Azuero nach Pedasí, einem Dorf, welches vor allem bei Aussteigern und Surfern beliebt ist. Bei unserer Ankunft entlädt sich allerdings ein so heftiges Gewitter über dem Ort, dass weder an eine kurze Erkundungstour, noch an einen Ausflug zu denken ist. Wir machen es uns für den Rest des Nachmittags daher in einer Hängematte gemütlich.
Am nächsten Morgen ist das Wetterglück dann aber auf unserer Seite und wir unternehmen einen Ausflug zur Isla Iguana. Mit Klappstühlen, Schnorchel und Kühlbox ausgerüstet stürzen wir uns voller Vorfreude ins Abenteuer. An der Playa El Arenal warten bereits dutzende einheimische Kapitäne mit ihren kleinen «Nussschalen» auf Touristen. Normalerweise dauert die Überfahrt im Motorboot zur winzigen Insel ca. 20 Minuten. Allerdings ist momentan die perfekte Zeit für Walbeobachtungen vor der Küste (Juni – Oktober) und so nützen wir die einmalige Gelegenheit Buckelwale aus nächster Nähe zu beobachten. Aus einem so kleinen Motorboot betrachtet wirken die Wale umso eindrücklicher. Ganz gebannt und verzaubert beobachten wir die wellige Oberfläche des Meeres um ja keine Fontäne aus dem Blasloch oder das Aufklatschen einer riesigen Schwanzflosse zu verpassen. Nach dieser ausgiebigen Walbeobachtung ankern wir bei der kleinen Insel Iguana. In 10 bis 15 Minuten kann man zu Fuss die gesamte Insel durchqueren. Es gibt hier weder Restaurants noch Läden, dafür sind hier, wie der Name bereits andeutet, unzählige Leguane beheimatet. Ausserdem gibt es einen wunderschönen hellen Sandstrand und ein Riff, an welchem man ausgezeichnet schnorcheln kann. Wir geniessen die Ruhe und lassen die Begegnung mit den majestätischen Buckelwalen noch einmal Revue passieren.
Allzu bald wird es für uns jedoch wieder Zeit aufzubrechen, denn wir möchten heute noch weiter nach Boca Chica, in der Provinz Chiriqui. Etwa viereinhalb Fahrstunden, grösstenteils auf der bekannten Panamericana in Richtung Westen liegen vor uns. Wir übernachten im wunderbaren Resort Bocas del Mar, in welchem wir uns vom ersten Moment äusserst wohl fühlen. Eine einmalige Anlage, etwas erhöht über dem Meer gelegen mit wunderschönem Garten und einer bezaubernden Aussicht auf das Meer.
Am folgenden Tag erkunden wir per Motorboot den marinen Nationalpark Golf von Chiriqui. Wirklich unglaublich, welche Landschaft sich direkt vor der Küste Panamas verbirgt. Unzählige winzige Inselchen mit Traumstränden und Kokospalmen. Auch hier hat soeben die Walsaison begonnen. Allerdings ist uns das Glück heute nicht so hold und wir sehen nicht die kleinste Walflosse in den Fluten. Das marine Leben lernen wir heute auf eine andere Art kennen. Beim Schnorcheln vor der tropischen Insel Bolaños begegnen uns neben vielen kleineren Fischen auch einige Schildkröten und ein Manta-Rochen, welcher schwerlos durch das Meer zu schweben scheint. Anschliessend fahren wir zur kleinen Isla Gámez, ein tropischer Traum wie er im Bilderbuch steht: weisser langer Sandstrand, Palmen und türkisfarbenes Wasser. Das tollste dabei ist, dass wir dieses Paradies ganz für uns allein geniessen können. Bei einem köstlichen Picknick mit frischer Kokosnuss und süsser Ananas fühlen wir uns für einen Moment wie Robinson Crusoe höchstpersönlich. Auf dem Rückweg zum Festland machen wir noch einen Abstecher in eine kleine Bucht. Hier tummelt sich eine Schule von Delfinen. Einfach herrlich anzuschauen wie sie verspielt und doch elegant durch die Wellen gleiten.
Für uns ist es nun an der Zeit für ein paar Tage Abschied von der Küste zu nehmen. Wir fahren ungefähr zwei Stunden in nördlicher Richtung nach Boquete am Fuss des mächtigen Vulkans Barú. Mit zirka 3’475m ist er der höchste Berg in Panama. So zumindest haben wir das im Voraus gelesen, denn der Nebelwald von Boquete macht seinem Namen alle Ehre. Die Wolken hängen während unserem gesamten Aufenthalt so tief, dass wir von der Szenerie nicht allzu viel mitbekommen. Das hält uns aber selbstverständlich nicht davon ab, die Wunder des Nebelwaldes zu erkunden. Auf mehreren Wanderungen lernen wir den Wald und seine Bewohner näher kennen. Von winzigen Orchideen, welche an Baumstämmen wachsen, über goldglänzende Käfer bis zu einer einmaligen Vogelwelt, der Nebelwald verbirgt einige Geheimnisse.
Die letzte Strecke in unserem Mietwagen führt nach Almirante, einem kleinen Städtchen an der Karibikküste von Panama und Ausgangspunkt für die Weiterreise per Wassertaxi ins bekannte Inselreich Bocas del Toro. Allerdings läuft leider nicht immer alles genau nach Plan. Bereits nach kurzer Fahrt platzt uns mitten in der hügeligen Landschaft der Reserva Forestal de Fortuna ein Reifen. Die Schrauben des Rades sind so stark angezogen, dass wir beim besten Willen nicht imstande sind diese selbst zu lösen. Es dauert aber nicht lange, bis wir Hilfe von zwei einheimischen Parkwächtern erhalten, welche für uns den Reifen wechseln. Als Belohnung überreichen wir den zwei netten Helfern ein paar Tafeln Schweizer Schokolade. Weiter geht die Fahrt bis kurz vor Almirante, wo wir in einer Strassenblockade stecken bleiben. Die indigene Bevölkerung hat die Zufahrt nach Almirante gesperrt um sich so politisches Gehör zu verschaffen. Das scheint hier kein seltenes Ereignis zu sein, denn schon nach kurzer Zeit tauchen die ersten Verkäufer mit Süssgetränken und Esswaren auf. Die Wartenden zeigen hier generell sehr viel Geduld und Humor. Auch wir sind zuerst guten Mutes, doch die Laune sinkt mit jeder Stunde. Bald wird uns bewusst, dass wir es heute nicht mehr nach Bocas del Toro schaffen, denn die letzten Wassertaxis legen bereits um 18:00 Uhr ab. Mit dem Eindunkeln wird die Blockade plötzlich aufgelöst, aber es bleibt uns nichts anderes übrig als im staubigen Städtchen Almirante zu übernachten, welches vor allem als Umschlagsplatz für Bananen bekannt ist. Für die Nacht finden wir ein einfaches Hotel, in welchem wir mit weiteren «Gestrandeten» einen unterhaltsamen Abend verbringen.
Am nächsten Morgen ist es dann endlich soweit. Mit dem Wassertaxi geht es in einer halben Stunde nach Bocas del Toro zur Hauptinsel Colon. Hier verbirgt sich ein kleines Paradies für Backpacker. Restaurants mit Terrassen zum Meer hinaus und Einkaufsläden säumen die kleine Hauptstrasse und kreieren vom ersten Moment ein Feriengefühl. Dieses Gefühl wird noch gesteigert durch die wunderschönen Sandstrände, Mangroven und den tropischen Regenwald auf den verschiedenen Inseln des Archipels. Auf einer der Bootsfahrten zwischen den Inseln entdecke ich in einem Baum ein Faultier, welches ganz entspannt in den Ästen döst. Genauso locker und gemütlich sollen nun auch unsere letzten Tage in Panama ausklingen, bevor es dann zurück in den hektischen Alltag geht.

Möchten Sie mehr erfahren über Panama? Rufen Sie uns an oder kontaktieren Sie uns per E-Mail (janine.schmocker@dorado-latintours.ch oder silvia.lang@dorado-latintours.ch)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SPAM Schutz *

Back To Top