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Reisebericht: Arktis – Auf den Spuren des Eisbären

38 Grad und Sonnenschein, so verlasse ich die Schweiz an einem Donnerstagmittag und fliege via Oslo nach Longyearbyen. Hier erwarten mich kalte Winde und sogar Schneefall und obwohl es morgens um 1 Uhr auf der Uhr anzeigt, ist es hell. Willkommen auf Svalbard! Longyearbyen liegt auf der grössten Insel von Svalbard, auf Spitzbergen. Hier verbringe ich eine Nacht und entdecke tags darauf den Ort. Da es mitten im Sommer ist, liegt nur auf den umliegenden Hügeln Schnee, die vielen Schneemobile stehen also auf dem Trockenen. Am späteren Nachmittag geht es nun auf die MS Hondius, mein Zuhause für die nächsten sieben Nächte. Das Schiff ist ganz neu und fährt erst seit dem Sommer 2019 in der Arktis. Der Schwerpunkt der Reise lag klar bei der Tierbeobachtung und dem Erkunden der Landschaften, es gab aber auch immer wieder spannende Vorträge. Das Hauptziel war aber der Eisbär. Nicht immer ist es möglich den König der Arktis zu erblicken, lebt er doch in einem riesigen weissen Gebiet. Doch schon am zweiten Tag hatten wir Glück! Während wir durch das eindrückliche Packeis fahren, entdeckt einer der Guides einen kleinen weissgelben Punkt in der Ferne. Von Auge ist er fast nicht zu sehen, mit dem Feldstecher kann ich ihn aber gut erkennen. Mein erster Eisbär!

Die nächsten Tage vergehen dann wie im Flug. Wie sehen Beluga-Wale, Walrosse, verschiedene Robben, die lustigen Papageitaucher sowie Rentiere und machen ein- bis zweimal am Tag einen Ausflug mit dem Zodiac-Boot. Wir entdecken atemberaubende Gletscher, schöne Fjorde und sogar kleine Pflanzen, welche dieser harschen Umgebung trotzen. Mein Highlight neben den Tieren ist aber klar die Fahrt durch das Packeis. Es kracht und knarzt und ich stehe fast etwas ungläubig am Bug des Schiffes und schaue in die Ferne. Unglaublich wieviel Eis es hier hat! Svalbard besitzt neben der Antarktis und Grönland die drittgrösste Eisbedeckung der Welt. Eine völlig andere Welt, welche ich hier erleben darf.

Und wir sehen sie wieder, die Eisbären. Noch zwei weitere entdecken wir in der Ferne und können unser Glück kaum fassen. Immer sind sie relativ weit entfernt, aber wir konnten ja noch nicht wissen, was uns am Ende der Reise erwartet. An Tag sechs erspähen wir einen schlafenden Eisbären in der Ferne und freuen uns abermals darüber. Nie hätten wir gedacht, dass wir total vier dieser Tiere sehen würden. Was aber jetzt passiert übertrifft alle Erwartungen. Der Eisbär wacht auf und wandert gemächlich auf uns zu. Immer näher kommt er zu unserem Schiff und scheint sich nicht im Geringsten an den vielen Kameras zu stören, welche auf ihn gerichtet sind. Bis auf zehn Meter wagt er sich ans Schiff und dreht erst dann ab und läuft in aller Ruhe in eine andere Richtung weiter. Wow, wird sind alle sprachlos und die Mundwinkel sind bei allen sehr weit oben.

Leider geht die Reise nun rasch dem Ende zu und wir geniessen jede Minute, welche wir hier abseits der Zivilisation noch verbringen dürfen. Zum Abschluss tauchen tatsächlich auch noch Blau- und Finnwale auf und machen uns die baldige Abreise natürlich nicht einfacher. Selbstverständlich darf auch der «Polar Plunge» nicht fehlen – das Baden im 3 Grad kalten Eiswasser. Nach acht Tagen betreten wir wieder den Boden von Longyearbyen. Glücklich und mit vielen unvergesslichen Eindrücken machen wir uns auf den Weg, zurück in den Sommer in der Schweiz.

Möchten Sie mehr erfahren über die Arktis? Rufen Sie uns an oder kontaktieren Sie uns per E-Mail (marina.frischknecht@dorado-latintours.ch)

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